NFL Draft Scouting Report: Christian McCaffrey, RB

Photo by Scott Clarke / ESPN Images

Die Runningback-Klasse des heurigen NFL-Drafts ist mit viel Talent gesegnet. Einer der wohl spektakulärsten Spieler der vergangenen Jahre war Christian McCaffrey, Runningback, Stanford.

Allgemeines:

Geburtsdatum: 7. Juni 1996

Größe: 1.80 Meter

Gewicht: 92 Kilogramm

Klasse: Junior

Starter seit: 2015

Erfolge: 

  • Pac-12 Offensive Player of the Year (2015)
  • Consensus All-American (2015)
  • First-team All-Pac-12 (2015,2016)
  • Associated Press Player of the Year (2015)
  • Chic Harley Award (2015) – College Player of the Year
  • Paul Hornung Award (2015)
  • Jet Award (2015)
  • Academic All-American of the Year (2016)

Verletzungen: –

Spiel am College:

Christian McCaffrey schloss sich 2014 der Universität von Stanford an und sollte auch gleich in seinem ersten Jahr an allen Spielen teilnehmen – wenn auch nicht als Starter. Er wurde nahezu überall in der Offensive eingesetzt, lief 300 Yards (bei 42 Versuchen), fing Bälle für 251 Yards inkl. zwei Touchdowns und wurde als Returner eingesetzt.

2015 schließlich der absolute Durchbruch: 2.019 Rushing-Yards (acht TDs), 645 Reciving-Yards (fünf TDs), 130 Punt-Return-Yards (ein TD), 1.070 Kickoff-Return Yards (ein TD) – macht zusammen sage und schreibe 3.864 Total Yards. Für viele hätten diese Zahlen fpür die Auszeichnung als besten College-Spieler (Heisman-Trophy) gereicht, er musste sich aber Derrick Henry von der Universität von Alabama geschlagen geben. Dennoch galt – der Name McCaffrey, den merkt man sich, den wird man so schnell nicht mehr vergessen.

2016 sollte nicht minder erfolgreich verlaufen, wenn auch Stanford ob einiger Abgänge in Richtung NFL – zumindest am Anfang der Spielzeit – sich noch erst finden musste. Für McCaffrey aber kein Grund mit dem Punkten aufzuhören, er lief für 1.603 Yards bei 13 TDs, kam auf einen Raumgewinn von 310 Yards durch die Luft (drei TDs) und returnte wieder Bälle für über 400 Yards. Den Sun Bowl – das potentiell letzte Spiel seiner Universitäts-Karriere – ließ CMC auf Grund der Vorbereitung auf den NFL-Draft aus.

Stärken:

McCaffreys Spiel kann man mit einem Ausdruck beschreiben: Play-Maker. Er verfügt über eine starke Schnelligkeit, kann aus jedem Down einen Raumgewinn machen. Seine Explosivität lässt ihn Verteidiger schnell abschütteln, sein Moveset gegnerische Knöchel brechen. Er schafft sich Räume, dringt er in offenes Feld vor war’s das meistens – ein Touchdown ist die logische Konsequenz. Seine Geduld ist von Vorteil, auch er lässt das Spiel seine Entwicklung nehmen ehe er zum tödlichen Lauf ansetzt.

Er kann sich, auch dank seiner Körpergröße, durch enge Räume und kleine Löcher durchkämpfen und dank seiner Beschleunigung das Weite suchen. Ähnlich wie Dalvin Cook ist er für Gegenspieler nur sehr schwer zu greifen. Seine Balance lässt ihn auch nach Tackles noch das ein oder andere Yard erkämpfen, obwohl er kein Power-Back ist – das liegt aber ob seiner Körpermaße auf der Hand.

In einer immer schneller- und variabler-werdenden NFL sind McCaffreys starke Fangfähigkeiten wie ein Sechser im Lotto. Er kann nahezu jeden Ball fangen, ist ein sehr guter Route-Runner, den man auch als Slot-Receiver aufstellen kann. Dass er auch noch ein hervorragender Returner ist, tut seinem Marktwert sicher nicht schlecht, wenn auch abzuwarten bleibt ob er auch in der NFL in den Special-Teams eingesetzt wird (das Verletzungsrisiko ist vermutlich zu hoch für einen Spieler seines Stellenwerts). Sein Blocking ist auch gut, er scheut sich nicht vor Körperkontakt.

Wer McCaffrey beim Combine gesehen hat, konnte sich von all den Faktoren überzeugen: seine Vorstellung in den Drills war fantastisch, sein Name fällt seitdem wieder zu Recht im Zusammenhang mit den Top-Namen Leonard Fournette und Dalvin Cook.

Dank seines Backgrounds (Vater Ed McCaffrey war 13 Jahre lang in der NFL Receiver und gewann drei mal die Super Bowl) weiß Christian worum es geht und er fällt in keiner Weise negativ auf. Er ist ein sehr hart arbeitender Athlet, verfügt über sehr viel Spielintelligenz und er war bei Stanford ein absoluter Teamleader.

Schwächen:

Viele Schwächen hat McCaffrey nicht, einzig seine Größe könnte für kleinere Probleme sorgen. Er wird vielleicht gerade zu Beginn seiner NFL-Karriere nicht sehr viele Carries sehen, das sollte sich aber mit der Zeit ändern. Mehr gibt es nicht zu sagen.

Erinnert an:

Jamaal Charles

Nahezu identischer Körperbau, beide Stärken im Lauf zwischen den Tackles, beide äußerst explosiv. Von den Händen müssen wir eigentlich nicht mehr viel sprechen. Charles’ Karriere wurde von vielen Verletzungen beeinträchtigt, bleibt McCaffrey davon verschont, könnte er einen ähnlichen Einfluss auf seine zukünftige Franchise haben, wie Charles es hatte.

Fazit:

Christian McCaffrey ist ein hochtalentierter, fast schon begnadeter Footballspieler – ein Läufer wie es nur ganz wenige gibt. Wäre er in einer anderen Draftklasse, er wäre vermutlich der beste Runningback seines Jahrgangs. So gehört er zu den Top-5 und er wird definitiv früh den Weg in die Profiliga finden. Wenn er zu Beginn auch noch nicht jeden Snap sehen wird, lange wird es nicht dauern bis man McCaffrey als three-down RB sieht. Spätestens in der zweiten Runde vom Board!

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