NFL Draft Scouting Report: David Njoku, TE

Tight-Ends sind in den vergangenen Jahren immer mehr zu wichtigen Optionen der Offensiven in der NFL geworden. David Njoku, Tight End der Universität von Miami, könnte eine dieser Waffen werden:

Allgemeines:

Geburtsdatum: 10. Juli 1996

Größe: 1.93 Meter

Gewicht: 111 Kilogramm

Klasse: Redshirt Sophomore

Starter seit: 2015

Erfolge: –

Verletzungen: –

Spiel am College:

David Njoku schloss sich 2014 der Universität von Miami an – ein College das dafür bekannt ist starke Athelten, vor allem Tight Ends, hervorzubringen: Jimmy Graham, Greg Olsen, Clive Walford… Njoku setzte das erste Jahr aus um sich voll und ganz auf sein Studium zu konzentrieren. 2015 sollte er erstmals aufs Feld kommen: Einsatz in allen 13 Spielen, Start in vier Partien. Ausbeute? 362 Yards (21 Fänge) und ein Touchdown. 2016 dann sein großer Durchbruch, 698 Yars (43 Receptions) und acht Touchdowns obwohl er sich die Einsatzzeit mit Chris Herdon teilte.

Stärken:

Njoku ist ein unfassbarer Athlet – er ist für seine Größe sehr schnell und kann sich dadurch einen Vorteil gegenüber seinen Gegenspielern verschaffen. Sowohl gegen Mann- als auch Zonendeckung weiß Njoku seinen Körper einzusetzen, er kann auch gegen Defensivebacks den Catch machen.

Eigentlich kann man ihn nur durch ein Wort beschreiben: Biest. Njoku zerstörte Linebacker am College – sie hatten ob des körperlichen Nachteils keine Chance gegen ihn – ebenso wie Safeties, die zwar mit ihm vom Tempo her vielleicht mithalten konnten, sonst aber den kürzeren zogen (Fang über den Körper des Gegenspielers).

Mit diesen Voraussetzungen bietet sich Njoku natürlich als optimales Ziel für Yards-after-Catch an – er bricht Tackles und kommt so zu Raumgewinn. Das fantastische an ihm ist: er ist eine Option für den tiefen Ball (weil Geschwindigkeit) und eine Bank für kurzen (und wichtigen) Raumgewinn bzw. für die Redzone – weil körperlich so gebaut.

Schwächen:

Route-Running gehört noch nicht unbedingt zu seinen Stärken, auch wenn es nicht schlecht ist. Er ist manchmal noch zu behäbig, braucht etwas um sich von der Line lösen zu können. Interessant ist auch, dass Njoku trotz seiner Größe und Stärke noch nicht wirkliche Stärken im Blocken besitzt. Auch hier liegt es mehr an der Technik als am Willen, nicht unüblich für einen Spieler der nur zwei Jahre am College spielte.

Erinnert an:

Eric Ebron/Vernon Davis

Eric Ebron war einer der stärksten Prospects in den vergangenen Jahren, konnte das ob der vielen Verletzungen noch wenig in der NFL bei Detroit zeigen – dennoch kann man Njoku mit ihm vergleichen, wegen der Athletik und der Statur (Route-Running war Ebron besser). Mit Vernon Davis verbindet ihn dieselbe Größe und nahezu derselbe Speed. Gibt schlechtere Vergleiche…

Fazit:

David Njoku hat unglaublich viel Potential – nicht zuletzt wegen seines Alters (20 Jahre) – vor allem aber wegen seiner unglaublichen Athletik. Ein absolutes Tier, überall einsetzbar, immer gefährlich. Jedes NFL-Team könnte so einen Spieler in den eigenen Reihen gebrauchen. Blocking wird er noch lernen und verbessern, da gibt es keinen Zweifel. Am College hat er bewiesen, dass er ein Team/eine Offensive anführen kann – nicht selten rettete er seinem Quarterback Brad Kaaya den Tag. Die Kombination aus Größe, Geschwindigkeit und sicheren Händen machen ihn neben O.J. Howard zum besten Tight End der Draftklasse – auch für ihn geht es in die erste Runde. Sollte er in die zweite fallen, ist das schon ein sehr feiner Luxus für das Team das ihn aufnimmt.

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