NFL Draft Scouting Report: Jonathan Allen, DT

Photo by Allen Kee / ESPN Images

Auf der Suche nach dem besten College-Spieler der verganenen Jahre? Jonathan Allen, Defensive Tackle, Alabama, könnte zu dieser speziellen Riege gehören:

Allgemeines:

Geburtsdatum: 16. Januar 1995

Größe: 1.91 Meter

Gewicht: 130 Kilogramm

Klasse: Senior

Starter seit: 2014

Erfolge: 

  • CFP national champion (2015)
  • SEC champion (2014, 2015, 2016)
  • SEC Defensive Player of the Year (2016)
  • Bronko Nagurski Trophy (2016)
  • Chuck Bednarik Award (2016)
  • Lombardi Award (2016)
  • Unanimous All-American (2016)
  • First-team All-SEC (2016)

Verletzungen: 

chronische Arthritis (Schultern)

Spiel am College:

2013 schloss sich Jonathan Allen der Universität von Alabama an und sollte auch gleich in allen 13 Spielen zum Einsatz kommen (16 Tackles). 2014 übernahm er dann als Starter und schloss seine zweite Spielzeit mit 33 Tackles (11.5 for loss) und 5.5 Sacks ab. Seine Junior-Saison war noch einmal besser, zusammen mit der starken Defensive der Crimson Tide konnte er die College-Meisterschaft sichern und mit 36 Tackles (14.5 for loss), zwölf Sakcs, zwei forced Fumbles und vier unterbrochenen Pässen einen erheblichen Beitrag zum Erfolg leisten. Viele hatten Allen schon im vergangenen Draft ganz vorne gesehen, der Defensive Tackle entschied sich aber noch sein Senior-Jahr an der Uni wahrzunehmen.

Das hat ihm definitiv nicht schlecht getan, Allen spielte eine fantastische Saison, dominierte nach Belieben: 62 Tackles (15 for loss), 9.5 Sacks, zwei Pass Deflections, und eine Interception (Pick-Six).

Stärken:

Jonathan Allen ist ein Tier! Gegen den Lauf als auch als Pass Rusher. Er hat für seine Größe eine unglaubliche Durchschlagskraft, ist schnell und weiß seinen Körper einzusetzen. Allen kann mit seiner Stärke schnell an Blocks vorbei und zum Quarterback durchdringen, kann seine Gegenspieler wie Puppen aufheben und zurückschieben (als Guard sollte man ihm nicht gegenüberstehen). Ist er beim Spielmacher angekommen, führt er sein Spiel zu Ende – reißt den QB hart zu Boden. Allen hat auf mehreren Positionen in der D-Line überzeugen können, kam auch sehr gefährlich vom Rand der Line. Er ist vielseitig, hat mehrere Moves und einige Techniken. Das macht ihn im Pass Rush zu einer ständigen Gefahr.

Aber auch im Spiel gegen den Lauf. Allen gewinnt nahezu jedes Duell, ist keinen Zentimeter nach hinten zu bringen. Er kann den Aufbau von Löchern verhindern und den Runningback bei geringem Raumgewinn halten. Allen spielte auf höchstem Niveau, gegen die besten College-Spieler und konnte sich gegen ebenjene immer behaupten.

Dass er zusätzlich noch ein absoluter Teamleader ist und abseits des Feldes absolut keinen Schabernack treibt, macht ihn zu einem Top-Prospect der Klasse.

Schwächen:

Seine Länge und sein Gewicht ist vielleicht nicht unbedingt optimal für die größeren und schwereren NFL-O-Linemen. Er könnte also durchaus noch ein paar Kilogramm zulegen.

Einziges Fragezeichen sind Allens Schultern: er hat Arthritis aber auch die Versicherung, dass es sein Spiel erst nach seinem Karriereende beeinträchtigen würde.

Erinnert an:

Ndamukong Suh

Abgesehen vom Charakter (Suh ist nicht annähernd so ein feiner Kerl wie Allen) verbindet die beiden auf dem Feld sehr viel. Suh ist knapp größer und wiegt etwas mehr, gilt als einer der besten Defensive Tackles der Liga und überzeugte ähnlich wie Allen schon auf College-Niveau. 2010 wurde Suh an zweiter Stelle von den Detroit Lions gedraftet, Allen könnte ihm nachfolgen.

Fazit:

Jonathan Allen ist einer der spannendsten Spieler der heurigen Klasse. Er kann nahezu alles, dürfte in jedes System passen. Draftet ihn ein Team mit einer 4-3 Defensive kann er als Tackle als auch als End auflaufen, in einer 3-4 Defensive dürfte er eher als End spielen. Allens Schulter-Probleme könnten ihn ein wenig fallen lassen, dennoch wird er über Pick #10 nicht hinauskommen. Ein Playmaker durch und durch.

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