NFL Draft Scouting Report: Quincy Wilson, CB

Photo by Phil Ellsworth / ESPN Images

Die Klasse der Cornerbacks ist voll von Talent. Dabei können Teams auch noch in den späteren Runden einen Playmaker in ihre Reihen holen. Einer davon ist Quincy Wilson, Cornerback, Florida.

Allgemeines:

Geburtsdatum: 1996

Größe: 1.85 Meter

Gewicht: 97 Kilogramm

Klasse: Junior

Starter seit: 2014

Erfolge: 

  • Second Team All-SEC (2016)

Verletzungen: –

Spiel am College:

Quincy Wilson schloss sich 2014 der Universität von Florida an und sollte die ohnehin schon starke Secondary der Gators verstärken. In seinem ersten Jahr spiele Wilson in allen zwölf Spielen (zwei Starts) und kam auf 22 Tackles, drei Pass Deflections und eine Interception (gegen Jameis Winston). In seinem zweiten Jahr war er der dritte Cornerback mit Vernon Hargreaves III und Teez Tabor, spielte in allen 14 Spielen und startete in neun – 29 Tackles, fünf unterbrochene Pässe und zwei Interceptions. Mit dem Abgang von VHIII in Richtung NFL startete Hargreaves in jedem Spiel 2016 und schloss sein letztes Jahr am College mit 33 Tackles, sechs Pass Deflections und drei Interceptions ab.

Stärken:

Die Kombination aus Größe und Speed passt auch bei Wilson. Er hat eine gute Länge und genügend Masse um sich gegen große Receiver bzw. Tight Ends behaupten zu können. Das macht ihn zu einem Kandidaten für einen Press-Man Corner, der seine Gegenspieler sofort an der Line of Scrimmage schlägt und stört. Wilson kann mit Passfängern mitgehen, auch über das gesamte Feld, er hat die Geschwindigkeit und kann diese halten. Für einen Cornerback seiner Größe ein sehr positives Tool.

Was bei Wilson ganz speziell auffällt: Hände! Er kann Bälle abfangen oder Pässe unterbrechen. Auch hier sei noch einmal betont, dass das für seine Größe nicht unbedingt selbstverständlich ist. Seine Hüften bewegen sich mehr als smooth, er kann sich schnell auf Richtungswechsel einlassen. Prinzipiell kann Wilson in jeder Coverage spielen.

Schwächen:

 

Was Wilson noch lernen muss: den Einsatz seiner Hände. Wenn auch die Fähigkeiten mit dem Ball bzw. dem Ball gegenüber schon hervorragend sind, so benützt er seine Hände zu oft und zu sehr an seinem Gegenspieler. In der NFL bekommt er dafür schnell eine Pass Interference-Strafe. Das gilt es zu vermeiden und noch zu verinnerlichen.

Gegen den Lauf ist er nicht unbedingt stark. Zwar steckt er nicht vor Kontakt zurück, dennoch ist seine Technik und sein Timing beim Tackling noch ausbaufähig. Außerdem gambelt er noch zu oft, das kann dann positiv oder negativ ausgehen.

Erinnert an:

Marcus Peters

Ähnlich wie Marcus Peters vor zwei Jahren kommt Wilson als großer und schneller Cornerback in den Draft, der alles kann, sich aber noch in dem ein oder anderen Gebiet verbessern kann. Peters wurde an 18. Stelle in der ersten Runde gedraftet und konnte gleich in seiner Rookie-Saison neun Interceptions verzeichnen. Wilson hat ebenfalls das Zeug dazu.

Fazit:

Quincy Wilson kann eine der größten Geschichten dieses Drafts werden. Er ist schnell, hat eine phantastische Größe und sehr starke Fähigkeiten – in jeglicher Hinsicht. Er kann in jedem System spielen, dürfte aber in der Press-Coverage am besten aufgehoben sein. Vielleicht fällt er noch in die erste Runde, ansonsten ist er schnell in der zweiten Runde vom Board.

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