NFL Draft: Teamnoten

Der NFL Draft 2017 ist Geschichte. Teams haben drei Tage lang in Philadelphia die Weichen auf Zukunft gestellt. Insgesamt sind 253 Spieler vom Board gegangen. Sieben Runden. Wie schaut das jetzt im Detail für jedes Team aus?

AFC North

Baltimore Ravens

RundePickName PositionSchule
116Marlon HumphreyCBAlabama
247Tyus BowserLBHouston
374Chris WormleyDTMichigan
378Tim WilliamsDE
Alabama
4122Nico SiragusaGSan Diego State
5159Jermaine Eluemunor OTTexas A&M
6186Chuck Clark SVirgina Tech

Marlon Humphrey in der ersten Runde zu wählen macht Sinn. Baltimore spielt sehr viel Man-Coverage, Humphrey ist der beste Man-Cover-Corner der Klasse. Tyus Bowser ist fantastisch, ein Spieler der gut und gerne auch in der ersten Runde vom Board gehen hätte können. Chris Wormley in der dritten Runde ist ebenso ein gelungener Pick, Jim Harbough hat ihn ausgebildet, John schnappt ihn sich. Five-Technique DT. Kann sehr gut werden (Größe, Kraft und Speed vorhanden, hervrragender Charakter). Tim Williams ebenfalls in Runde drei ist auch ein Steal, viele hätten ihn schon in Runde zwei gehen sehen. Williams hat Speed, braucht aber noch Gewicht und ein wenig mehr Kraft. Nico Siragusa in Runde vier – wow. Man benötigte einen Guard und bekam einen der besten. Wird sofort starten. In Jermaine Eluemunor wurde ein Tackle verpflichtet, der sehr gute Beinarbeit verfügt, eventuell als rechter Tackle einmal übernehmen kann.

Viele Needs wurden mit hervorragenden Picks gefüllt. Allerdings versäumte man es einen Wide Receiver zu picken. Daher gibt’s leichen Abzug.

Note: 2+

Cleveland Browns

RundePickName PositionSchule
11Myles GarrettDETexas A&M
125Jabrill PeppersS/LBMichigan
129David NjokuTEMiami
252DeShone KizerQBNotre Dame
365Larry OgunjobiDTCharlotte
4126Howard WilsonCBHouston
5160Roderick Johnson OT Florida State
6185Caleb Brantley DTFlorida
7224Zane Gonzalez KArizona State
7252Matthew Dayes RBNC State

Die Browns haben den Draft gerockt. Myles Garrett als Nummer eins war die logische Wahl. Damit nicht genug, tradete man hinunter, holte sich mit dem zweiten Pick in Runde eins Jabrill Peppers, den wohl athletischsten Spieler des Drafts. Peppers wird den Browns in der Secondary weiterhelfen. Dass man dann noch einmal nach oben tradete und David Njoku ins Team holte, war ebenfalls eine sehr gute Entscheidung. Njoku ist ein Biest, ein hervorragender Passfänger, der immer mismatches kreieren kann. An Tag zwei konnte man ohne einen Trade doch noch einen Quarterback verpflichten – DeShone Kizer soll früher oder später bei den Browns übernehmen. Eine sehr gute Entscheidung, Kizer hat das Zeug dazu ein Franchise-QB zu werden. Larry Ogunjobi ist ein Sleeper, in vielen Bereichen schon sehr weit, ist groß, stark und schnell. Könnte einer der Steals des Drafts werden. Howard Wilson in Runde vier bringt Cleveland Verstärkung auf der Cornerback-Position, er hat sehr gute Hände, ein gutes Ball-Gefühl. Die Browns nahmen sich Caleb Brantley an: jenem Defensive Tackle der eigentlich spätestens am Beginn von Runde zwei vom Board gegangen wäre. Eine immer noch nicht aufgeklärtes Verbrechen über eine physische Auseinandersetzung mit einer Frau, ließen Brantley so tief fallen. Sportlich absolut ein Steal, keine Frage.

Man hat es nicht besser machen können.

Note: 1

Cincinnati Bengals

RundePickNamePositionCollege
19John RossWRWashington
248Joe MixonRBOklahoma
373Jordan WillisDEKansas State
4116Carl LawsonDEAuburn
4128Josh MaloneWRTennessee
4138Ryan GlasgowDTMichigan
5153Jake Elliott KMemphis
5176J. J. Dielman CUtah
6193Jordan Evans ILBOaklahoma
6207Brandon Wilson CBHouston
7251Mason Schreck TEBuffalo

Cincinnati hat mit den ersten beiden Picks ein wenig gepokert. John Ross ist zweifelsfrei eine Waffe als Wide Receiver – der schnellste Spieler der jemals im Combine lief (4.22 Sekunden beim 40-Yard Dash), allerdings schon sehr verletzungsgeplagt (Kreuzbandriss, Meniskus). Der Pick ist also eher ein wenig ein Reach, später hätte man ihn wohl auch noch bekommen. Joe Mixon in Runde zwei ist hinter Leonrad Fournette der beste Runningback der Klasse, allerdings laut Berichten einer der größten charakterlichen Ungusteln im Draft. Aber das kümmert in Cincinnati ja niemanden. Wenn man so jemanden im Locker Room haben will – dann bitte. Jordan Willis in der dritten Runde ist ein Steal, ein sehr guter Pass Rusher. Carl Lawson in Runde vier ebenso, wenn man bei ihm seine Verletzungen mit einberechnen muss. Bleibt er fit, kann er den Bengals sehr weiterhelfen. Mit dem großen und sehr schnellen Receiver Josh Malone wurde die Offensive weiter ausgebaut, das kann gut funktionieren. Ryan Glasgow bringt unendlichen Hunger mit ins Team: er will die O-Line in jedem einzelnen Snap fressen. Auf ihn kann man bauen, die D-Line der Bengals wird definitiv wieder stärker werden. J.J. Dielman ist einer der besseren Center der Klasse, fiel wohl nur deshalb in die fünfte Runde, weil er sich gegen Ende seiner College-Karriere verletzte (Fuß).

Dennoch hat man die O-Line nicht weiter ausgebaut. Dafür gibt es Abzüge.

Note: 1-

Pittsburgh Steelers

RundePickNamePositionCollege
130T.J. WattOLBWisconsin
262Juju Smith-SchusterWRUSC
394Cameron SuttonDBTennessee
3105James ConnerRBPittsburgh
4135Josh DobbsQBTennessee
5173Brian Allen CBUtah
6213Colin Holba LSLouisville
7248Keion Adams DEWestern Michigan

Die Steelers konnten sich an #30 T.J. Watt sichern, was ein perfekter Pick für Pittsburgh ist. Watt kann als End oder als Linebacker spielen, wird für viel Freude sorgen. In Runde zwei überraschte man mit Juju Smith-Schuster: noch ein Receiver bei den Steelers? Kein Fehler, Smith-Schuster ist ein sehr guter Passfänger. Allerdings zeigt die Geschichte, dass frühe Receiver-Picks der Steelers eher floppen, während spätere voll aufgehen. Vielleicht hätte man in Runde zwei doch lieber einen Defensivspieler nehmen sollen. Cameron Sutton in Runde drei ist mehr als gut, er sollte sofort starten können. James Conner ist DIE Geschichte des Drafts. Wenn es euch einmal schlecht geht, Motivation fehlt, erinnert euch an Conners Weg: Krebs überstanden, in der dritten Runde vom Team seines Heimatstaats gepickt. Ich kauf ein Dress, soviel steht fest. Sportlich ist Conner die jüngere Version von Marshawn Lynch. Joshua Dobbs in Runde vier ist seinen derzeitigen Leistungen angemessen, er soll nach Roethlisberger übernehmen. Dobbs ist ein hochintelligenter Spieler (studierte Raumfahrttechnik), vielleicht kann er sich von Big Ben was abschauen. Brian Allen in Runde fünf ist fantastisch. Der Cornerback von Utah ist sehr groß, hat eine gute Länge und guten Speed. War früher einmal Wide Receiver, muss noch das Tackling perfektionieren. Aber in dieser Phase ein sehr guter Pick. Keion Adams in Runde sieben ist verständlich, kann sich auf lange Sicht aber als Glücksgriff erweisen: er ist ein sehr schneller Pass Rusher, der jetzt aber noch sein Skillset ausbauen muss. Wird wohl über das Special Team den Sprung in den Roster schaffen.

Ich bin sehr zufrieden mit den Picks der Steelers.

Note: 1

AFC East

Buffalo Bills

RundePickNamePositionCollege
127 Tre'Davious WhiteCBLSU
237Zay JonesWREast Carolina
262Dion DawkinsGTemple
5163Matt Milano LBBoston College
5171Nathan Peterman QBPittsburgh
6195Tanner Vallejo OLBBoise State

Die Bills tradeten sich an Tag eins nach unten und wählten mit Tre’Davious White einen der besten Man-Corner der Klasse aus. White kann sofort als Nickel-Corner spielen und dem Team nach dem Abgang von Stephon Gillemore helfen. Am zweiten Tag verstärkte man sich mit Receiver-Rekordmann Zay Jones um das Passspiel endlich auszubauen; mit Dion Dawkins wird die O-Line verstärkt und Tyrod Taylor besser geschützt. Am letzten Tag wurde in der fünften Runde Linebacker Matt Milano ausgewählt, der nicht nur in den Special Teams brillieren kann, sondern sich auch auf seiner eigentlichen Position durchsetzen könnte. Nathan Peterman gilt als einer der zuverlässigsten Quarterbacks, sein Spiel mag zwar vermutlich schon am Höhepunkt angekommen sein (im Sinne von Upside), man kann ihm aber zumindest eine solide Karriere als Backup-QB zutrauen – oder Buffalo plant wirklich schon für die Zukunft ohne Taylor. Peterman in der fünften Runde zu bekommen ist ein Steal. Ähnlich wie Milano ist Tanner Vallejo ein starker Special Teamer der so seinen Weg ins Team finden kann. Alles in allem eine sehr gute Vorstellung von den Bills. Nicht nur Needs abgedeckt sondern sehr gute Spieler in jeder Runde abgegriffen. Gibt es nichts auszusetzen. Dennoch wurde am Sonntag Bills General Manager Doug Whaley gefeuert. Am Draft kanns nicht gelegen haben!

Note: 1

Miami Dolphins

RundePickNamePositionCollege
122Charles HarrisDEMissouri
254Raekwon McMillanLBOhio State
397Cordrea TankersleyCBClemson
5164Isaac Asiata GUtah
5178Davon Godchaux DTLSU
6194Vincent Taylor DTOklahoma State
7237Isaiah Ford WRVirgina Tech

Die Dolphins machten einen sehr guten Job in den vergangenen drei Tagen. Charles Harris war zum Zeitpunkt des Picks der beste Pass Rusher am Board und wird Miamis-Fans in den kommenden Jahren mit Sacks beglücken, wenn er auch noch nicht ganz fertig in seiner Entwicklung ist. Das ist vielleicht das einzige was man Miami vorwerfen kann: man hat den ersten Pick für einen noch nicht ganz fertigen Spieler verwendet. Aber das ist jammern auf höchstem Niveau. Raekwon McMillan in Runde zwei an dieser Position zu bekommen hat schon Stealcharakter. Der Linebacker ist ein vielversprechendes Talent, einige sahen ihn in der ersten Runde vom Board gehen. Cordrea Tankersley in Runde drei ist fantastisch, ein sehr guter Cornerback und auch hier eher ein Steal denn ein Reach. Isaac Asiata hat unglaublich viel Kraft, kann ein guter Guard in der NFL werden. Die einzige Frage die bleibt, ist, ob Asiata auch in das System der Dolphins passt. So oder so wird er gleich starten und wird als Left Guard neben Neo-LT-Laremy Tunsil brillieren können. Davon Godchaux wäre schon früher vom Board gegangen, wäre er ein wenig größer und ein wenig schwerer. Neben Ndamukong Suh kann das aber funktionieren. Auch die Dolphins haben einen sehr guten Job gemacht.

Note: 1- 

New England Patriots

RundePickNamePositionCollege
383Derek RiversDEYoungstown State
385Antonio GarciaOTTroy
4131Deatrich Wise Jr. DEArkansas
6211Conor McDermott OTUCLA

Viele Picks hatten die Patriots nach den ganzen Trades nicht mehr zur Verfügung, dennoch wählte man noch sehr gute Spieler aus. Derek Rivers war sicherlich einer der besten Pass Rusher der in Runde drei noch verfügbar war, besticht durch seine Vielfalt. Antonio Garcia wird noch ein wenig lernen müssen (Technik, auch Gewicht muss zugelegt werden), allerdings hätte Garcia auch gut und gerne in der zweiten Runde vom Board gehen können. Deatrich Wise ist ein typischer Patriots-Move. Der Pass-Rusher verfügt über sehr gute Hände, hat sehr viel Potential und mit Belichick den wohl besten Lehrmeister den es gibt. Für Conor McDermott tradete man extra nach oben, er kann auch ein solider Tackle werden.

Auf Grund der wenigen Picks (die ich nicht mit den Trade-Spielern kompensieren will) schaut nicht die Topnote heraus.

Note: 2

New York Jets

RundePickNamePositionCollege
16Jamal AdamsSLSU
239Marcus MayeSFlorida
379ArDarius StewartWRAlabama
4141Chad HansenWRCal
5150Jordan Leggett TEClemson
5181Dylan Donahue DEWest Georgia
6188Elijah McGuire RBLouisiana-Lafayette
6197Jeremy Clark CBMichigan
6204Derrick Jones CBOle Miss

Die New York Jets befinden sich bekanntlich im Umbruch, konnten in diesem Draft aber ein paar Baustellen beseitigen. Jamal Adams ist einer der besten Spieler des gesamten Drafts und wird den Jets auf als auch neben dem Platz sehr gut tun. In Runde zwei baute man mit Marcus Maye die Safeties weiter aus, auch er ist äußert talentiert. Man ging nicht nach Needs, sonst hätte man nicht zwei Safeties hintereinander genommen. Ob sich das ausgezahlt hat wird man erst sehen (vielleicht hätte man doch einen anderen Spieler nehmen sollen). ArDarius Stewart wird nach dem Abgang von Brandon Marshall weiterhelfen können, ein guter Pick in Runde drei. Chad Hansen hat in den vergangenen Monaten für viel Furore gesorgt, ihn in Runde vier zu holen war sicherlich kein Fehler. Allerdings stehen hinter ihm ein paar Fragezeichen, ob er es in der NFL auch schafft sich gegen andere Spieler zu behaupten. Jordan Leggett ist ein sehr guter Tight End, der meiner Meinung nach viel zu wenig Liebe bekommt, deshalb für mich ein Steal in Runde fünf. Elijah McGuire ist ein Steal, ein dualer RB der wem auch immer als Quarterback weiterhelfen kann. Ob sich die beiden Cornerbacks am Ende von Runde sechs bezahlt machen? Meiner Meinung nach hat man sich zu spät auf Cornerbacks konzentriert, das hätte man früher angehen müssen.

Alles in allem ein solider Draft, sofern man hauptsächlich die Defensive stärken wollte. Dass man keinen QB gepickt hat, ist meiner Einschätzung nach nur logisch – man kann einen Zweitrunden-QB vom vergangenen Jahr noch nicht sofort ersetzen, zumal man ihn noch nicht einen Snap spielen hat lassen.

Note: 2

AFC South

Houston Texans

112Deshaun WatsonQBClemson
257Zach CunninghamLBVanderbilt
389D'Onta ForemanRBTexas
4130Julie'n DavenportOTBucknell
4142Carlos WatkinsDTClemson
5169Treston Decoud CBOregon State
7243Kyle Fuller CBaylor

Die Texans tradeten in Runde eins nach oben um mit Deshaun Watson ihren künftigen Franchise-QB zu bekommen. Das ist nach der Katastrophe um Brock Osweiler auch ein vernünftiger Pick, wenn man auch einen Firstround-Pick im kommenden Jahr aufgab. Zach Cunningham in Runde zwei ist ein super Pick für Houston, dort dürfte er sehr gut hinpassen. Mit D’Onta Foreman konnte man sich einen sehr vielversprechenden Runningback in Runde drei sichern (big boy, bricht Tackles gut). Man versucht mit Julie’n Davenport die O-Line auszubauen, er muss allerdings mit Technik und Kraft überzeugen – prinzipiell ist er eher zu klein. Carlos Watkins in Runde vier ist ein Steal, einer der besten Defensive Tackles der Klasse, er geht mit seinem Clemson-Teamkollegen Watson nach Houston. Treston Decoud in Runde fünf ist vernünftig. Man braucht Cornerbacks, hat mit ihm einen Rohdiamant, der darauf wartet geschliffen zu werden. Decoud hat gute physische Maße.

Houston hat ein wenig gegambelt. Wenn alles aufgeht gibt’s natürlich die Bestnote, für’s erste müssen wir aber ein wenig abziehen.

Note: 2+

Indianapolis Colts

RundePickNamePositionCollege
115Malik HookerSOhio State
246Qunicy WilsonCBFlorida
380Tarell Basham DEOhio
4137Zach Banner GUSC
4143Marlon Mack RBSouth Florida
4144Grover Stewart DTAlbany State
5158Nate Hairston CBTemple
5161Anthony Walker Jr. LBNorthwestern

Indianapolis stahl sich durch den Draft. Die ersten beiden Picks der Colts sind schlicht genial. Malik Hooker und Quincy Wilson sind auf ihren Positionen mit die Besten. Beide haben die Colts Defensive jetzt schon enorm verbessert. Tarell Basham ist ein guter Pass Rusher, er hätte auch schon in Runde zwei vom Board gehen können – also wieder ein Steal für die Colts. Marlon Mack ist mit einer der spannendsten Runningbacks, er dürfte von Frank Gore übernehmen können (sollte dieser wirklich irgendwann einmal die Schuhe an den Nagel hängen). Grover Stewart in Runde vier ist zu früh, er ist noch lange kein fertiger Spieler. Anthony Walker hingegen ein Steal in Runde fünf.

Ich kann und will allein wegen der ersten beiden Picks nichts abziehen. Good work Indi!

Note: 1

Jacksonville Jaguars

Pick RundeNamePositionCollege
14Leonard FournetteRBLSU
234Cam RobinsonTAlabama
368Dawuane Smoot DEIllinois
4110Dede WestbrookWROaklahoma
5148Blair Brown LBOhio
7224Jalen Myrick CBMinnesota
7240Marquez Williams FBMiami

Leonard Fournette an #4 ist kein Fehler, wenn man das Spiel um ihn herum baut. Für Cam Robinson in Runde zwei hinaufzutraden war vernünftig und sehr gut, wenn man ihn als rechten Tackle aufstellt sogar sehr sehr gut (vor allem für den mickrigen Preis eines Sechstrunders). Dawuane Smoot in Runde drei schreit nach einer Wiederholung von Yannik Ngakoue letztes Jahr. Dede Westbrook in Runde vier finde ich sehr gut. Zwar braucht er noch mehr Gewicht, dennoch sollte er sportlich mithalten können. Es gibt allerdings immer noch Fragezeichen über seinen Chrakter. Mit Blair Brown gelingt den Jaguars ein weiterer Steal, er dürfte bald um einen Startplatz fighten.

Ein guter Draft mit ein paar Fragezeichen (Fournettes Fitness, Westbrooks Charakter).

Note: 1-

Tennessee Titans

RundePickNamePositionCollege
15Corey DavisWRWestern Michigan
118Adoree' JacksonCBUSC
372Taywan Taylor WRWestern Kentucky
3100Jonnu Smith TEFlorida International
5155Jayon Brown LBUCLA
6217Corey Levin GChattanooga
7227Josh Carraway OLBTCU
7236Brad Seaton OTVIllanova
7241Khalfani MuhammadRBCal

Corey Davis an Nummer fünf zu picken ist vernünftig, wenn man auch leicht Haltungsnoten ob dessen Verletzung abziehen muss. Adoree’ Jackson ebenfalls in Runde eins zu nehmen passt auch, er kann eigentlich alles, vor allem als Returner ist er brandgefährlich. Taywan Taylor sollte man sich dringend merken, ein sehr guter Receiver, der in Runde drei Steal-Charakter hat. Jonnu Smith soll wohl wie Jordan Reed eingesetzt werden und von Delaine Walker lernen. Dennoch ist dieser Pick ein wenig früh. Jayon Brown ist ein Sleeper der aufgehen kann (schon sehr gut in Deckung, braucht noch Training gegen den Lauf). Ob die beiden Linemen sich ins Team spielen können bleibt abzuwarten.

Wegen der frühen Auswahl von Davis und Smith gibt es Abzüge, da die Picks aber gut sind, bleibt es bei der Höchstnote.

Note: 1-

AFC West

Denver Broncos

RundePickNamePositionCollege
120Garett BollesTUtah
251DeMarcus Walker DEFlorida State
382Carlos Henderson WRLouisiane Tech
3101Brendan Langley CBLamar
5145Jake ButtTEMichigan
5172Isaiah McKenzie WRGeorgia
6203De'Angelo Henderson RBCoastal Carolina
7253Chad Kelly QB Ole Miss

Garett Bolles war eine gute Wahl in der ersten Runde. Man brauchte einen O-Liner und fand im bald 25-Jährigen den ihrer Meinung nach richtigen Mann. DeMarcus Walker in Runde zwei geht in Ordnung, wenn auch meiner Meinung nach noch bessere Pass Rusher am Board standen (selbiges gilt auch für den Bolles-Pick). Carlos Henderson ist ein untacklebarer Passfänger, mit ihm wird Denvers QB – wer auch immer das ist – viel Spaß haben. Brendan Langley hat die Größe und den Speed um ein guter Corner zu werden, braucht aber noch Schliff – dennoch ein Pick mit Nachhaltigkeit. Jake Butt in Runde fünf zu bekommen verwundert, der Tight End ist einer der besten der Klasse, hatte aber mit Verletzungen großes Pech (Kreuzbandriss im letzten College-Spiel) – dürfte aber sofort starten. Mr. Irrelevant wurde Chad Kelly. Der Neffe von Hall of Famer Jim Kelly ist ein begnadeter Quarterback, wegen sehr vielen Off-Field Geschichten und eines Kreuzbandrisses fällt er an die letzte Stelle des Drafts. 

Needs wurden beseitigt, wenn auch manchmal mit fragwürdigen Personalien.

Note: 2

Kansas City Chiefs

RundePickNamePositionCollege
110Patrick Mahomes IIQBTexas Tech
259Tanoh Kpassagnon DEVillanova
386Kareem Hunt RbToledo
4139Jehu Chesson WRMichigan
5183Ukeme Eligwe OLBGeorgia Southern
6218Leon McQuay III SUSC

Großes Risiko gingen die Kansas City Chiefs in Runde eins mit der Auswahl von Patrick Mahomes. Man tradete nach oben, gab zudem noch den Firstround-Pick im kommenden Jahr ab. Mahomes ist ein talentierter Mann, aber noch sehr, sehr, sehr grün hinter den Ohren, muss das NFL-Schema noch lernen (kommt aus Air-Raid-Offensive). Mal sehen wie er sich hinter Alex Smith macht. Tanoh Kpassagnon ist ein sehr guter Pick, wird für viel Druck von der Seite sorgen, auch wenn er noch einiges lernen muss. Kareem Hunt hat von allen RBs dieser Klasse vermutlich die beste Balance, allein das zeigt schon was er für ein Spieler ist. Mit Jehu Chesson bekommen die Chiefs einen guten Passfänger, der vor allem an der Line of Scrimmage seine Duelle gewinnen kann. Erinnert von den Bewegungen her sehr an seinen Neo-Teamkollegen Tyreek Hill. Dennoch hätte man mit seiner Auswahl auch noch eine Runde länger warten können, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass man für ihn extra nach oben tradete.

Größtes Risiko gegangen, keinen Cornerback geholt obwohl (das wird man wohl jetzt bei den undrafted free Agents machen), Spieler eher zu früh geholt. Kein schlechter, aber auch kein perfekter Draft der Chiefs.

Note: 2-

Los Angeles Chargers

RundePickNamePositionCollege
17Mike WilliamsWRClemson
238Forrest Lamp GWestern Kentucky
371Dan FeeneyGIndiana
4139Rayshawn Jenkins SMiami
5151Desmond King CBIowa
6190Sam Tevi OTUtah
7225Isaac Rochell DE Notre Dame

Mike Williams ist eine sehr gute Wahl für den ersten Pick. Die Chargers brauchen einen Receiver neben Keenan Allen, Williams wird diese Rolle perfekt ausfüllen. Den zweiten Tag rockte man mit den fantastischen Picks Forrest Lamp und Dan Feeney: beide werden die O-Line sofort stärker machen und Philip Rivers bzw. Melvin Gordon bestmöglich beschützen. Rayshawn Jenkins in Runde vier füllt das Loch auf der Safety-Position, er ist ein klasse Box-Safety und kann der Mannschaft sofort weiterhelfen. Das gilt auch für Desmond King, einem absolutem Steal in Runde fünf.

Note: 1

Oakland Raiders

RundePickNamePositionCollege
124Gareon ConleyCBOhio State
256Obi MelifonwuSUConn
388Eddie Vanderdoes DTUCLA
4129David Sharpe OTFlorida
5168Marquel Lee LBWake Forrest
7221Shalom Luani SWashington State
7231Jaylen Ware OTAlabama State
7242Elijah Hood RBNorth Carolina
7244Treyvon Hester DTToledo

Gareon Conley in der ersten Runde zu nehmen ist angesichts der Vorwürfe gegen ihn sehr mutig. Rein sportlich aber einer der besten Picks des ersten Tags. Obi Melifonwu fiel den Raiders in die Arme, man musste zugreifen. Obi ist ein Freak, unglaublich schnell und unfassbar hart im Tackling. Eddie Vanderdoes ist ein Poker, er hat 2015 eine sehr gute Saison gespielt, 2016 konnte er diese aber nicht bestätigen. David Sharpe ebenso: er hat all die physischen Tools um ein erfolgreicher O-Liner in der NFL zu sein, allerdings muss er noch an seiner Beständigkeit und Ausdauer arbeiten. Elijah Hood in Runde sieben ist ein Steal, ein sehr guter Runningback. Dasselbe gilt für Treyvon Hester. Man hat genügend tiefe geholt, allerdings auch gepokert. Derek Carr hat jeden einzelnen “persönlich” auf Twitter willkommen geheißen.

Note: 2

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